Stadtmütter, ein Projekt des DRK

 

 

In der Hansestadt Wismar leben viele zugewanderte Flüchtlingsfamilien unterschiedlichster Nationalitäten. Die Frauen leben zurückgezogen und auf ihre Familien bezogen. In einigen Stadtteilen haben sich eigene - herkunftsländerspezifische - Communities gebildet, es gibt kaum Kontakt zu deutschen Familien. Kenntnisse über das deutsche Bildungssystem, über deutsche Wertvorstellungen, gesellschaftliche Hintergründe, Verwaltungsvorgänge, hier geltende Rechte von Frauen und Kindern, über Gewaltprävention, zu Gesundheitsfürsorge, Ernährung und vielem mehr fehlen.

 

In den genannten Stadtteilen leben auch deutsche Frauen mit einem geringen Zugang zu Bildungs- und Unterstützungssystemen. Die gesellschaftliche Isolation verhindert den Prozess der Integration.

 

 

Mit dem Projekt Stadtmütter Wismar werden vor allem Frauen mit und ohne Migrationshintergrund qualifiziert, um die isoliert lebenden Frauen in ihrer Häuslichkeit aufzusuchen, sie zu informieren und sie zu motivieren, am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilzunehmen. Sie werden gestärkt, Verantwortung für sich selbst und ihre Kinder aktiv wahrzunehmen und ermutigt, sich aktiv in ihrem Wohnumfeld z. B. bei Stadtteilfesten und Veranstaltungen einzubringen. Bei diesen Veranstaltungen entstehen Kontakte zur deutschen Bevölkerung, Vorurteile können abgebaut werden.

 

 

Die künftigen Sprach- und Kulturmittlerinnen müssen für Ihre ehrenamtliche Arbeit mit Visitenkarten und Tablets ausgestattet werden. Diese Anschaffung unterstützt der ZC Wismar 2021 mit 1300 €

 


Weihnachten im Schuhkarton 2021

Schlechte Straßen, fast keine Arbeitsplätze, mangelhafte medizinische Versorgung – das Leben in den albanischen Bergdörfern ist hart. Die meisten Familien haben kaum ein Einkommen außer dem, was sie für den Eigenbedarf anbauen. Darunter leiden auch die Kinder: Für Schulhefte, Spielzeug und sogar Arztbesuche ist in vielen Familien einfach kein Geld vorhanden. Diese Situation hat sich durch die Covid-19-Pandemie noch verschärft. Staatliche Hilfen, wie wir sie in Deutschland kennen, gibt es in ärmeren Ländern meist nicht.

Auch in Albanien durften die Kinder einige Monate lang nicht zur Schule bzw. in den Kindergarten. Wenn der Christliche Hilfsverein im Rahmen der Weihnachtsaktion auch 2021 wieder die Dörfer besucht, bekommen die Kinder also nicht nur ein Geschenk – es ist auch ein Zeichen der Normalität

Der ZC Wismar finanziert 30 Päckchen für Mädchen in der albanischen Bergregion um Pogradec im Wert von 900 €.


ZONTA Club Wismar Area unterstützt Mädchen in Albanien

"Bildung ist der Schlüssel für Erfolg und für eine gute Zukunft!" Mit den Worten übergab Heidi Wollensak im Oktober 2020 als Präsidentin einen symbolischen Scheck im Wert von 900 Euro an Frieder Weinhold sowie Christine und Jürgen Reindorf vom Christlichen Hilfsverein Wismar e.V. Der Verein engagiert sich seit fast 30 Jahren für die Menschen in Albanien, insbesondere in den armen Bergdörfern und insbesondere für die Kinder.

Jedes Jahr rollen rund 3.500 Weihnachtspakete von Wismar in Richtung Bishnica, darin Schulmaterial, Hygieneartikel und natürlich auch Spielzeug für die Kinder in diesen Bergdörfern. 1.500 Pakete packen die Ehrenamtlerinnen und Helfer des Vereins dank entsprechender Spenden aus ganz Deutschland selbst. Gut 2.000 Pakete unter dem Namen "Weihnachten im Schuhkarton" packen engagierte Menschen in ganz Deutschland selbst nach genauen Vorgaben und liefern sie an Sammelstellen. Von dort werden die Pakete abgeholt. Frieder Weinhold: "Unsere Helfer verteilen die Päckchen dann Anfang Dezember an Schulklassen in verschiedenen Bergdörfern im Osten Albaniens." Die Schulmaterialien in jedem Paket unterstützen die ganze Familie. Die Lebenshaltungskosten sind nur etwas niedriger als in Deutschland, obwohl die Menschen weit weniger Geld zur Verfügung haben. Frieder Weinhold berichtet, dass sich die Situation durch die Corona-Pandemie noch verschlimmert hat. Oft arbeiten die Männer aus den armen Regionen im benachbarten Ausland als Tagelöhner. Nun ist dort keine Arbeit mehr zu finden, die Männer können kein Geld an ihre Familien schicken und können oftmals durch die Reisebeschränkungen nicht mehr zurück  nach Hause. Das Geld ist mehr als knapp. Hefte, Stifte und ähnliche Schulmaterialien werden zum Luxusgut. In Bishnica und Proptisht konnte dank des Vereins die Schule saniert werden. Dazu entstand ein Internat, um auch den Kindern in den abgelegenen Bergdörfern einen Schulbesuch bis zur 9. Klasse zu ermöglichen.

Von der Spende der Wismarer Zontians werden 30 Pakete extra für Mädchen gepackt.