ZONTA SAYS NO.

Zonta sagt Nein zu Gewalt gegen Frauen.

 

 

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine der allgegenwärtigen Menschenrechtsverletzungen weltweit. Sie kennt keine nationalen oder kulturellen Schranken und betrifft Millionen Frauen und Mädchen sowohl in Friedenszeiten als auch in bewaffneten Konflikten. Sie beinhaltet körperliche und sexuelle Gewalt, sowie gesundheitsschädliche Handlungen wie Vergewaltigung, Genitalbeschneidung und Menschenhandel.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen bedroht Länder, hemmt den ökonomischen Fortschritt und hält Frauen davon ab, einen Beitrag für ihre Gemeinschaft zu leisten oder ein besseres Leben für sich und ihre Familien zu gestalten.

„Zonta sagt NEIN zu Gewalt gegen Frauen“ ist eine Kampagne von Zonta International um das Bewusstsein zu schärfen und Aktionen zu veranlassen, die das Ende der Gewalt gegen Frauen weltweit zum Ziel haben.

Die Kampagne, die im November 2012 begann, weist als Besonderheit das Engagement der Zonta Clubs und Distrikte zur Prävention und dem Beenden von Gewalt gegen Frauen in ihren lokalen Bereichen aus. Sie unterstreicht gleichzeitig die fortgesetzten Anstrengungen von Zonta International mittels der ZISVAW Projekte und der Partnerschaft zur UN und ihren Organisationen die Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden.

Während der 16 Aktionstage, vom 25. November bis zum 10. Dezember, lädt die „Zonta says NO-Kampagne“ alle Zonta Clubs und Distrikte zum Mitmachen ein und bittet darum, andere an neuen oder fortgesetzten Aktionen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen teilhaben zu lassen.    


Unsere Aktionen


2020 - Zonta Club Wismar Area fordert Rechtsanspruch auf Platz im Frauenhaus

Geschlechterspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat in Corona-Zeiten weiter zugenommen. Mit Leuchtaktionen in über 100 Städten und Kommunen macht Zonta am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wiederholt auf diese Menschenrechtsverletzung aufmerksam und fordert Politik und Gesellschaft zu entschlossenerem Handeln auf. Auch in Wismar und im Landkreis NWM.

 

Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern greifen zu kurz

Jeden zweiten bis dritten Tag wird in Deutschland eine Frau durch ihren Partner getötet, und diese statistische Größe aus dem vergangenen Jahr ist nur die Spitze des Eisbergs. Die im März von Bund und Ländern verabredeten Hilfsmaßnahmen für Frauen in der Corona-Krise greifen nach Ansicht von Zonta zu kurz. Der Zonta Club Wismar begrüßt die Anstrengungen von Bund und Ländern. Gleichzeitig erwarten wir eine konsequentere Umsetzung der Istanbul Konvention. An der Seite von UN Women in Deutschland fordern wir daher ein gesetzlich verankertes Recht auf einen Platz im Frauenhaus sowie eine langfristige und verlässliche Finanzierung der Beratungs- und Hilfsinstitutionen und den Ausbau von Präventionsangebo­ten, die Männer und Frauen gleichermaßen mit einbeziehen

 

Prominente Unterstützung für Zonta Says NO

In Wismar erstrahlte am 25. November ab 17 Uhr das Rathaus in Orange, um der Forderung nach einer konsequenten Umsetzung der Istanbul Konvention Nachdruck zu verleihen. Mit Zonta Says NO folgt der Zonta Club Wismar wiederholt dem weltweiten Aufruf „Orange the World“ des UN Generalsekretariats.

Der weltweiten Kampagne von Zonta International haben sich in Deutschland parteiübergreifend zahlreiche Politikerinnen, Politiker und weitere prominente Stimmen angeschlossen, darunter die EU-Vizepräsidentin Katarina Barley, die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages Andrea Lindholz, die hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich, die Menschenrechtsaktivistin Monika Hauser, die Fernsehjournalistin Maria von Welser sowie die Drehbuchautorinnen und Filmregisseurinnen Caroline Link und Felicitas Darschin.

 

Erneuter Aufruf zur Ratifizierung und Anwendung der Istanbul Konvention

Für einen nachhaltigen Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt kommt es laut Zonta International vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie weltweit mehr denn je darauf an, Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt konsequent vorzubeugen und sie nachhaltig zu bekämpfen. Aus diesem Grund hat die internationale Frauenrechtsorganisation ihre Aufforderung zur weltweiten Ratifizierung und Anwendung der Istanbul Konvention des Europarats erneuert. Sie ist das erste rechtlich bindende Instrument weltweit, das einen umfassenden Rahmen an Maßnahmen zur Verhütung von Gewalt, zum Schutz für die Opfer und zur Verfolgung der Täter vorgibt. An der Entstehung des von Deutschland 2017 ratifizierten Regelwerks, dem sich auch Staaten außerhalb des Europarats anschließen können, hat auch das überparteiliche Frauennetzwerk Zonta International mitgewirkt. Die Nichtregierungsorganisation berufstätiger Frauen hat als Mitglied der Conference of INGOs seit 1983 einen teilnehmenden Status beim Europarat.

 


2019 - Oranges Leuchtfeuer gegen Gewalt an Frauen

16 Tage im November: Auftaktveranstaltung am 25 November 2020 am Rathaus Wismar 1991 hat das Women's Global Leadership Institute die Kampagne '16 days of activism against gender violence' gestartet. Unter dem Motto 'Orange The World' hat UN Women 2008 den Ball aufgenommen. Seither ist 'Orange The World' Teil der 'UNiTE to End Violence against Women' Kampagne des Generalsekretärs der Vereinten Nationen.

Jahr für Jahr machen Frauen weltweit vom 25. November bis zum 10. Dezember mit orange leuchtenden Aktionen auf das Problem und seine verheerenden Auswirkungen aufmerksam.

Dieser Zeitraum ist bewusst gewählt: So hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 25. November als Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ausgerufen. Der 10. Dezember wurde von den Vereinten Nationen zum Tag der Menschenrechte deklariert.

Das globale Dach: Zonta Says NO

Seit 2014 bildet 'Zonta Says NO' das globale Dach von Zonta International für die 'Orange The World' - Aktivitäten von weltweit 1.200 Zonta Clubs in 63 Ländern, darunter allein in Deutschland 136 Zonta-Clubs mit rund 4.000 Frauen.

Zonta unterstützt zugleich auf lokaler Ebene Projekte zur Bekämpfung und Verhinderung von Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen. Absicht von Zonta Says NO ist es klar zu machen, dass wir nicht wegschauen, sondern NEIN sagen zu Gewalt gegen Frauen.


2018 -  Orange your City am 24.11. 2018 in Wismar

 

„Zonta International sagt Nein zu Gewalt gegen Frauen“ sagte die Präsidentin des ZC Wismar, Anne-Katrin Reiher, anlässlich der Aktion Zonta says NO am Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, „denn die Ausübung der Gewalt ist eine grobe Verletzung ihrer Menschenrechte.“

Am Abend vor Beginn der Antigewalttage leuchtete das Rathaus Wismar für einige Stunden orange.

„Orange your City“ ist eine internationale Aktion von UN Women, die Gewalt gegen Mädchen und Frauen anprangert.

Das orange Anstrahlen des Wismarer Rathauses signalisierte deutlich sichtbar den Aufruf „Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ gemeinsam getragen durch die Gleichstellungsbeauftragte Petra Steffan, Vertreter/-innen der Stadt Wismar und dem Zonta Club Wismar.

Frau Engel von der Kreismusikschule unterstützte rhythmisch die Aktion durch den Einsatz von Klanghölzern. So haben die vielen Teilnehmer/innen nicht nur optisch sondern auch akustisch auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Unterstützt wurde die Aktion durch Städtebauförderungsmittel aus dem Verfügungsfonds des Programms "Soziale Stadt".


Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsverheiratung

 

Zwangsprostitution und Menschenhandel sind inzwischen auch in Deutschland eine feste Größe im kriminellen Milieu. Betroffen sind überwiegend Frauen und Mädchen aus verschiedensten Herkunftsländern, die durch physische und psychische Gewalt körperlich ausgebeutet werden. Das Konzept der Fachberatungsstelle wurde im Jahr 2012 um das Gebiet der Zwangsverheiratung erweitert.

 

Die Fachberatungsstelle ZORA ist eine landesweit tätige Beratungsstelle, die speziell Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution Beratung und Unterstützung anbietet und im Bedarfsfall auch eine anonyme Schutzwohnung bereithält, in der das Opfer vorübergehend untergebracht werden kann.

 

Der Zonta Club unterstützt die psychosoziale Betreuung und Unterstützung von Betroffenen für Dinge außerhalb des Haushaltsplanes mit 500 € im Jahr 2018.


2017 - Zonta Club Wismar sagt Nein zu Gewalt gegen Frauen, denn die Ausübung der Gewalt ist eine grobe Verletzung ihrer Menschenrechte.

 

Mit unserer ZONTA-says-NO Aktion, einem Lichterkreis, haben wir am Donnerstag, den 30. November 2017 auf dem Rudolf-Karstadt-Platz in der Innenstadt Wismars auf die Situation von Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht. Wir wollen von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen ermutigen, ihre Rechte wahrzunehmen und sich zur Wehr zu setzen, Beratungsstellen aufzusuchen und Hilfe anzunehmen.

Der ZONTA Club Wismar sagt mit allen friedlichen Menschen gemeinsam: Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen !

Die Augen offen halten und nicht wegschauen !

In der Dunkelheit ein Licht anzünden!


Übrigens....seit März 2017 ist der Zonta Club Wismar Mitglied des Landesfrauenrates Mecklenburg-Vorpommern und nimmt so auch Einfluss auf der politischen Ebene, wenn es um die Belange von Frauen geht.


2016 - Viele Menschen setzten mit uns ein Zeichen gegen Gewalt

 

Am Donnerstag, den 24.11.2016 um 16:30 Uhr flammten am Rudolf Karstadt Platz in Wismar für 15 Minuten viele Teelichter auf. Jedes Licht steht für die Aufforderung, jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu unterlassen.